Wasserstoff statt Diesel, Drohnen statt Transporter? Noch kann niemand absehen, wie die Transportmittel in einigen Jahrzehnten aussehen. Doch die Logistikbranche wandelt sich rasant. Das zeigen allein die Veränderungen, die die Raben Group in ihrer 90-jährigen Firmengeschichte erfahren hat. Zum runden Geburtstag am 1. April 2021 fokussiert sich Raben darauf, den Wandel zu einer nachhaltigeren Logistik weiter voranzutreiben. Der Logistikdienstleister hat sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Fußabdruck seiner Geschäftsbereiche schrittweise zu reduzieren. „In 90 Jahren haben wir durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden viel erreicht. Das macht uns stolz und gleichzeitig bereit, uns neuen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, zu stellen“, sagt Ewald Raben, CEO der Raben Group. Im ersten Schritt wurde die CO2-Bilanz berechnet. Kurzfristig nicht vermeidbare Emissionen sollen über CO2-Kompensationsprojekte neutralisiert werden. Parallel dazu hat Raben mit „Eco2way 2025“ ein Fünf-Jahres-Maßnahmenpaket zur Reduktion von Emissionen beschlossen. Für Transportaufgaben etwa werden alternative Lkw-Antriebe getestet. Elektro- und Wasserstoffantrieb sind für Raben denkbare Alternativen – je nach Einsatzumfeld. Bereits jetzt fahren erste Raben-Lkw mit Flüssiggas-Antrieb (LNG). Sie sind leiser als Diesel-Lkw und stoßen deutlich weniger CO2-Emissionen aus. Die Reduktion von Emissionen ist auch bei Lager- und Bürogebäuden ein wichtiges Ziel. So hat Raben 2021 einen ersten Vertrag zur Lieferung von erneuerbaren Energien unterzeichnet.

Key Visual zum 90-jährigen Jubiläum der Raben Group

Eco2way: Förderung von Umweltschutzprojekten

Die Feier zum 90-jährigen Bestehen der Raben Group wird begleitet von der „Eco2way-Tour“ durch Europa. Auf dieser präsentieren Raben-Angestellte in kurzen Dokumentationen 20 Orte, die sich für Umweltschutzprojekte eignen. Drei der 20 Lokationen werden vom Raben-Management ausgewählt und ab September näher vorgestellt. Kunden, Partner und Angestellte können dann abstimmen, welcher dieser drei Orte eine Förderung von Raben für die Umsetzung eines Naturschutzprojekts erhält. Das Projekt mit den meisten Stimmen bekommt ein Preisgeld von der Raben Group. Die Tour ist für alle Interessierte auf www.raben90years.com zu sehen.

„Wir wollen, dass die nächsten Generationen Zugang zu denselben Ressourcen haben, die wir jetzt nutzen. Deshalb wollen wir Sie anlässlich unseres Jubiläums auf die außergewöhnliche ,Eco2way‘-Tour durch Europa mitnehmen, bei der unsere Mitarbeiter Orte zeigen, die unter Umweltauswirkungen leiden. Wir hoffen, dass unsere Kunden uns helfen werden, einen Ort auszuwählen, den wir nach der Tour gemeinsam unterstützen. Damit wir alle in den nächsten 90 Jahren ein sauberes Klima genießen können“, sagt CEO Ewald Raben.

150 Niederlassungen in Europa

Die deutsche Raben-Zentrale in Mannheim. (Bildquelle: Raben Trans European GmbH).

In neun Jahrzehnten hat die Raben Group mehr als 150 Niederlassungen in 13 europäischen Ländern gegründet. Die Unternehmensgruppe bietet circa 1.200.000 Quadratmeter Lagerkapazität an und befördert täglich mit mehr als 8.500 Lkw Waren auf den Straßen Europas. Aktuelle Umweltmaßnahmen der Raben Group bis 2025 sind unter dem Maßnahmenpaket „Eco2way“ zusammengefasst. Einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgas- und Lärm-Emissionen kann der Fuhrpark leisten. Ein erster wichtiger Schritt ist die sukzessive Einführung emissionsärmerer Lkw. So setzt Raben beispielsweise bereits erste Lastwagen mit Flüssiggasantrieb ein (LNG). Im Laufe dieses Jahres wird Raben Möglichkeiten prüfen, an ausgewählten Standorten in Pilotprojekten Lkw mit alternativen Antrieben zu testen. Um die Supply Chains zu optimieren sowie lange Stillstandzeiten und Leerfahrten zu vermeiden, vergrößert Raben zudem nach und nach den Anteil an Wechselbrücken-Containern. Diese Lösung sorgt für geringere Emissionsraten pro Palette und trägt zur Verringerung von Leerfahrten bei.

Neue Niederlassungen werden nach neuesten Umweltstandards gebaut
Beim Gebäudemanagement achtet Raben darauf, dass jede neu gebaute Niederlassung den neuesten Umweltstandards entspricht. Beispielsweise werden in Neubauten LED-Beleuchtungssysteme eingesetzt und Ladezonen an den Rampen bestmöglich thermisch isoliert – inklusive Systemen zur Wärmerückgewinnung. Zudem werden Lagerhallen so hoch gebaut, dass bis zu 24 Prozent mehr Paletten unterkommen. Dies ermöglicht eine Reduzierung des Gebäudeenergiebedarfs pro Palette. Die benötigte Energie soll zunehmend aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

„Wir wollen auf dem Markt Trends im Bereich Nachhaltigkeit setzen, nicht nur durch ,grüne‘ Lkw und Lagerhallen oder das Pflanzen von Bäumen, sondern in allen Prozessen unserer Geschäftsbereiche, die wir versuchen so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Das ist unsere Verantwortung. Da unsere Beziehung zu unseren Kunden auf Partnerschaft basiert, bin ich zuversichtlich, dass diese sich ebenfalls unseren Gedanken zur Nachhaltigkeit anschließen werden“, erklärt Ewald Raben.

Raben

Lkw-Sattelzug von Raben (Bildquelle: Raben Trans European GmbH)

Raben passt sein Netzwerk von Sammelgutverbindungen an die Anforderungen der Kunden an

Die Raben Group prägt den stetigen Wandel der Logistikbranche seit Jahrzehnten entscheidend mit. Als eines der am schnellsten wachsenden europäischen Unternehmen nutzt die Gruppe die Marktchancen, die mit der Öffnung der Märkte und dem freien Warenverkehr entstanden sind. Das Portfolio umfasst eine große Bandbreite an logistischen Dienstleistungen: Kontraktlogistik, Landverkehre, See- und Luftfracht (jeweils national und international) sowie Frischelogistik (unter der Marke Raben Fresh Logistics). Die wichtigsten Branchen, die das Unternehmen 2020 bediente, waren Lebensmittel (30 %), Consumer Technologies (21 %), Automotive (17 %), Einzelhandel (12 %), Chemie (11 %) und Non-Food FMCG (9 %).

Raben Group:
1931 in den Niederladen gegründet, in Europa unterwegs

Ewald Raben, CEO und Inhaber der Raben Group

Alles hat bei Raben ganz unscheinbar mit einem kleinen niederländischen Familienbetrieb begonnen. 1931 begann Jan W. Raben, der Großvater des heutigen Geschäftsführers, in Meddo-Winterswijk in den Niederlanden, die Produkte der örtlichen Bauern zum Markt zu transportieren. Er gründete das heute international agierende Unternehmen. Sohn Theo Raben übernahm 1960 die Verantwortung und baute unter anderem den Transport von Textilien von und nach Polen aus. Den ersten großen Expansions-Schritt ins Ausland machte jedoch Ewald Raben. Er erkannte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Entwicklungschancen auf dem polnischen Markt und gründete dort eine Niederlassung. Damals kaufte er eine Landkarte von Polen und markierte zwölf Standorte, die zu Filialen in verschiedenen Teilen des Landes werden sollten. Damit hatte er Erfolg. Bis heute ist die Raben Group trotz der rasanten Expansion ein Familienunternehmen geblieben.
CEO Ewald Raben bringt es auf den Punkt: „Ein Familienunternehmen hat einen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen, weil es Kunden und Mitarbeiter wie Familienmitglieder behandelt. Wir bieten Logistik ‚with a human face‘. Wir sind Partner und reagieren gemeinsam auf die Herausforderungen, die sich ergeben. Wir wachsen auch gemeinsam. Wir liefern nicht nur eine Dienstleistung, sondern ein Versprechen, und dieses Versprechen muss gehalten werden – immer pünktlich, mit Liebe zum Detail und in höchster Qualität.“

 

Weitere Informationen:
Raben Trans European Germany GmbH
Dirk Fellhauer
Marketing Manager
Holländerstraße 11
68219 Mannheim
Telefon: +49 621 37038 – 813
E-Mail: dirk.fellhauer@raben-group.com
www.raben-group.com  

Als Initiator des Logistikerblogs engagiert sich Bruno Lukas besonders im Thema nachhaltige City-Logistik. Für den gelernten Städteplaner mit einschlägiger Berufserfahrung in der Logistikbranche ist die Einführung umweltschonender Lieferketten ein Herzensanliegen. Er setzt sich für emissionsarme, leise Nutzfahrzeugtechnik ein. Aus seiner Sicht kann nachhaltige Logistik aber nur funktionieren, wenn „grüne“ Technik bezahlbar und in wirtschaftliche Prozesse mit fairen sozialen Standards eingebunden ist.